
Mikrodarlehen als Handwerkerkredit
Das Programm der Mikrofinanzierung ist zwar noch nicht so alt, jedoch kann schon heute ein Trend erkannt werden, welcher sich immer deutlicher abzeichnet. Die Hauptzielgruppe, an welche heute Kleinstkredite vergeben werden, sind nämlich Handwerker. Diese Gruppe beantragt überproportional oft einen Mikrokredit, im Gegensatz zu den anderen Branchen. Dies liegt vor allem daran, dass neben der Gastronomie das Handwerk am schwersten an Kredite von Hausbanken herankommt. Dies wird von den Hausbanken mit der fehlenden Sicherheit und meist mit zu einem geringen Kreditbetrag begründet.
Wo bekommt ein Handwerker einen Mikrokredit her?
Mikrokredite können nur bei sogenannten Mikrofinanzinstituten beantragt werden. Diese werden vom Deutschen Mikrofinanzinstitut akkreditiert und können erst dann, in Kooperation mit der GLS Bank, Kleinstdarlehen vergeben. Alle Mikrofinanzinstitute auf einen Blick gibt es zum Beispiel im Internet unter www.mikrofinanzierung.org oder anderen Seiten, welche sich auf das Thema spezialisiert haben. Da es ein öffentliches Programm ist, kann jedes Mikrofinanzinstitut, bei einer ersten Antragstellung, nur einen Kredit über maximal EUR 10.000 vergeben. Bei Folgekrediten ist eine Aufstockung auf EUR 20.000 möglich. Zudem beträgt die maximale Laufzeit 36 Monate. Es kann sich außerdem nur um ein Annuitätendarlehen handeln oder um ein endfälliges Darlehen. Zum Vorteil der Kreditnehmer ist der effektive Jahreszins festgesetzt.
Viele Handwerker ragen sich auch, wo die Idee der Mikrofinanzierung überhaupt herkommt. Das heutige Konzept hat seinen Ursprung in Indien, wo Mikrokredite als Instrument zur Armutsbekämpfung eingesetzt worden ist. Für diese Idee bekam Muhammad Yunus 2006 den Friedensnobelpreis, da er die Idee angestoßen hat. Mehr zu dem Thema findet jeder unter www.mikrofinanzierung.org oder anderen Seiten im Internet.
(Bild – © Rainer Sturm / pixelio.de)